Exkursion zur Ritter-Sport-Schokowerkstatt in Berlin

Am Dienstag, den 19.03.19, waren wir, der Wirtschaftskurs der BG17, zu Besuch in der Schokowerkstatt von Rittersport. Die Exkursion gestaltete sich im Rahmen des Rechnungswesen-Unterrichts. In der Schule lernten wir, bis dahin, meist nur theoretische Bezüge auf die Unternehmenskultur. Natürlich ist es dabei auch wichtig, einen praktischen Bezug auf den Produktionsfaktor Arbeit zu bekommen, dies organisiert Frau Lehmann, jedes Jahr aufs Neue, mit ihren 12. Klassen in Berlin.
In zwei Durchgängen ging es für die erste Gruppe ab 10.00 Uhr los. Nach dem sicheren Ablegen unserer Wertgegenstände wurden wir von einer freundlichen und jungen Rittersport-Mitarbeiterin in der Kunst des Herstellens von Schokolade unterrichtet. Sie erklärte uns den Prozess, von dem Pflücken der Kakaofrüchte bis hin zum Tranchieren. Nach einem kleinen Frage–Antwort-Quiz u.a. über die Zutaten der Schokolade durften wir auch mal eine kleine Geruchsprobe von den Kakaobohnen erhaschen. Die Kakaobohnen bezieht Rittersport hauptsächlich aus drei Ländern: Papua-Neuguinea, Peru und Kolumbien. Erstaunlicherweise haben die Kakaobohnen aus allen drei Probegläsern unterschiedlich stark gerochen.
Bevor es mit der Schokoladenherstellung aber richtig losging, mussten wir uns einen weißen Kittel überziehen, um unsere Schokolade hygienisch sauber zu halten. Nach der Einweisung durch eine andere nette Ritter-Sport-Mitarbeiterin die uns unsere Arbeitsschritte ganz genau erklärte, fehlte nur noch das Händewaschen. Mit weißem Kittel und sauberen Händen durften wir uns also aussuchen, ob wir weiße - oder Vollmilchschokolade haben wollten. Einer nach dem anderen gingen wir nach vorne, um uns unsere Wunschschokolade in die Schüsseln einfüllen zu lassen. Direkt neben den beiden Schokoladenmaschinen waren viele Behälter, gefüllt mit Gummibärchen, Knusper, Puffreis, u.v.m., davon durften wir uns drei Zutaten aussuchen. Diese drei Zutaten mussten wir dann sehr schnell in die noch flüssige Schokolade kippen, dann hieß es nur noch schnell rühren. Das Einfüllen der Schokolade, aus der Schüssel in die Rittersporttafelform gestaltete sich als schwieriger als es bei der Rittersportmitarbeiterin aussah. Während die frischen Tafeln für ca. 30 min in den Tiefkühler mussten, durften wir zurück im anderen Raum zwei Verpackungen für unsere zwei Tafeln Schokolade kreieren. Für manche waren die dort vorhanden Stempel kreativ genug, um sie auf beiden Verpackungen zu stempeln. Andere hingegen gestalteten ein schönes Motiv. Wiederum andere schrieben eine schöne Textnachricht für ihre Liebsten. Durch die überraschend gute Qualität der Stifte und der überragenden Auswahl an Bundstiften, Filzstiften, Glitzerstiften, Stempel usw. konnte jede Kreativität ausgelebt werden. Nach der Gestaltung unserer Verpackungen durften wir endlich unsere fertige Schokolade in den Händen halten. Schnell in Plastik umhüllt und mit einem Ritter-Sport-Aufkleber versehen, ging es auch schon in die schönen Verpackungen. Nach der Verabschiedung hieß es dann durch den Großstadt-Dschungel, wieder nach Hause zu fahren. Die Exkursion war eine sehr interessante Erfahrung und man ist nie zu alt für Schokolade. Wir haben die Schokolade und das Programm von Rittersport, mit unseren 18 Jahren, genau so sehr genossen, wie es 10-jährige tun.

Vanessa Wacinski, Luca Farkas